April bis Anfang Mai haben wir uns aufgemacht zu einer Rundreise durch Andalusien. Knapp 6200 Km in 4 Wochen. Wir hatten bewusst die Anfahrt über die französische A75 (Beaune,Clermont-Ferrand,Beziers) gewählt. Nicht nur weil kaum Autobahngebühren anfallen, wir haben uns vor allem die Landschaft und einige Orte angesehen und die Anfahrt deshalb auch etwas länger eingeplant.
60 Km vor Barcelona ist dann das eingetroffen von dem immer wieder berichtet wird. Diebstahl auf dem Autobahnparkplatz. Erwischt hatte es allerdings nicht uns, sondern ein Hamburger Ehepaar die mit ihrem Bully unterwegs waren. Geschickt abgelenkt von einem „sehr freundlichen Herrn“ fehlte danach die Handtasche. Sie haben uns die Geschichte erzählt um uns zu warnen. Und tatsächlich, nach unserer Mittagspause, wir sasen bereits vorne und machten uns zur Abfahrt bereit, fuhr plötzlich ein weißer BMW quer vor uns und ein „freundlicher Herr“ stürzte auf uns zu und redete in spanisch auf der Beifahrerseite auf uns ein. Er gestikulierte wir sollten doch die Tür öffnen. Als das nicht geschah versuchte er die Tür aufzureisen, da er offenbar den Rucksack meiner Frau im Fußraum entdeckt hatte. Pech für ihn, da wir ja bereits gewarnt waren und die Türen durch das Zusatzschloß verriegelt waren. So schnell wie er kam war er dann auch wieder weg und der BMW raste davon.
Uff, das fing ja gut an…
Es sollte aber die einzige unangenehme Begegnung auf unserer Reise sein. Wir haben dann nur noch gute Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht. Kurz nach Almeria trafen wir uns dann mit unserer Tochter die sich mit ihrem Lebensgefährten, zwei Hunden und einem nagelneuen Challenger Mageo 270 (!) auf ähnlicher Reise, allerdings bereits auf der Rückfahrt, befand. Ein paar schöne Tage an menschenleerem Strand mit lieben Menschen, was will man mehr. Allerdings war es doch noch recht kühl und es blies fast immer ein recht starker Wind. Das Wetter im April 2018 wurde dann aber eigentlich recht angenehm, wenig Regen, oft sonnig aber an der Küste ein meist unangenehmer Wind.
Die Reise verlief unproblematisch, wir haben viel gesehen und unser Mageo machte keinerlei Probleme. Das Gas wurde zum Ende hin knapp und wir mussten sehr sparsam damit umgehen. Wir hatten nur eine 11 Kg- und eine 5 Kg-Flasche mitgenommen. Das nächste mal wissen wir Bescheid. Übernachtet haben wir fast immer auf Stellplätzen (meist kostenlos). Nur zwei mal waren wir mehrtägig auf einem Campingplatz.
Positives kann ich von unserem Solarausbau berichten. Wir waren in diesen vier Wochen kein einziges mal am Landstrom und wir hatten immer eine volle Batterie. Tolle Sache…
Was mich persönlich überrascht hat und uns wirklich teilweise sehr unangenehm auffiel, waren die Massen an Touristen die uns fast überall begegnet sind. Ich bin vor 30 Jahren mehrmals im Mai in dieser Region unterwegs gewesen ohne diesen Massen zu begegnen. Vieles was damals kostenlos zu besichtigen war, kostet heute einen ansehnlichen Betrag Eintrittsgebühr. Oft ist die Atmosphäre vieler Orte und Bauwerke durch diese Menschenmassen nicht mehr spürbar. Mancher wird das nicht als störend empfinden, wir jedoch schon.
